Was ist Medialität!

Viele Klienten in meiner Praxis haben zahlreiche Fragen bezogen auf die Medialität. Mir fällt dabei immer wieder auf, das die meisten Menschen gar nicht genau wissen was der Begriff Medialität, die verbundenen Wahrnehmungen und die Arbeit als Medium bedeutet. Häufig wird die sensitive Wahrnehmung oder spontane Nachtodkontakte, welche auch als spontaneous After Death Communications mit der Medialität verwechselt oder gleichgesetzt.


Medialität und die Arbeit als Medium!


Die mediale Wahrnehmung bezieht sich rein auf das Wahrnehmen von verstorbenen Menschen, Tieren sowie weiteren geistigen Kommunikatoren wie zum Beispiel geistige Führer. Als Medium wird ein Mensch aus wissenschaftlicher Sicht bezeichnet, der über eine regelmäßige, zuverlässige Kommunikation mit geistigen Kommunikatoren wie zum Beispiel Verstorbenen und geistigen Führer verfügt [1]. Dabei vermitteln die geistigen Kommunikatoren ganz freiwillig über multimodale Sinneseindrücke Informationen an das Medium. Das Medium hat somit die Aufgabe Informationen von den geistigen Kommunikatoren zu empfangen und kann diese dann beispielsweise Hinterbliebenen im Jenseitskontakt weiter geben.


Die Weitergabe von Informationen durch geistige Kommunikatoren über multimodale Sinneseindrücke an das Medium!


Da die Medialität ein Medialitäts-, Informations- sowie Kommunikationsprozess ist, zu welchen mindestens ein bereitwilliger geistiger Kommunikator gehört und ein empfängliches Medium sind alle Informationen durch einen geistigen Kommunikator freiwillig und können nicht erzwungen werden. Aus diesem Grund ist Medialität auch nicht erlernbar, sondern obliegt der reinen Entscheidungsfähigkeit des geistigen Kommunikators wann, wie und über wen er sich mitteilen möchte. Über die multimodalen Sinneseindrücke werden die Informationen von dem geistigen Kommunikator zum Beispiel über das Hellriechen, Hellschmecken (empfangen von Geschmack oder Geruch), Hellfühlen (empfangen von Gefühlen), Hellsehen (empfangen von Bildern) und Hellhören (empfangen von Worten und Sätzen) an das Medium weiter gegeben, wobei häufig die Informationen durch das Medium über mehrere der genannten Sinne empfangen werden. Da der geistige Kommunikator an das Medium Inhalte über multimodale Sinneseindrücke weitergibt, bestimmt auch er den Informationsgehalt innerhalb des medialen Kommunikationsprozesses und über welche Sinne er die Informationen an das Medium weitergibt.


Formen der Medialität!


Ganz grundsätzlich unterscheidet man die Medialität in zwei Formen, wie die mentale und physikalische Medialität sowie dem Bewusstseinszustand, welchen ein Medium benötigt, um seine mediale Arbeit durchzuführen. Hier wird unterschieden zwischen Medien, die Informationen von einem geistigen Kommunikator im Wachbewusstsein erhalten oder im Trancezustand.


Mentale Medialität!


Im Wachbewusstsein

Ein mentales Medium im Wachbewusstsein erlebt den Medialitäts-, Informations- sowie Kommunikationsprozess mit dem geistigen Kommunikator für sich alleine. Ein mentales Medium im Wachbewusstsein benötigt für das Empfangen der Inhalte durch den geistigen Kommunikator keinen Trancezustand, um genaue und spezifische Sachverhalte zu empfangen und weiter zu geben. So konnten beispielsweise die zertifizierten Medien am Windbridge Research Center in den Kontrollstudien zeigen, dass sie in der Lage sind als mentale Medien im Wachbewusstsein genaue und spezifische Informationen von einem geistigen Kommunikator, zu erhalten. Unter diesen strengen, mehrfach verblendeten Kontrollbedingungen konnten Wissenschaftler die Informationen, welche die Medien empfangen haben verifizieren [1].


Im Trancezustand


Auch ein mentales Medium im Trancezustand erlebt den Medialitäts-, Informations- sowie Kommunikationsprozess für sich alleine und kann die Informationen des geistigen Kommunikators in Form von Worten, Bildern, geschriebenen Botschaften in Trance oder direkten gesprochenen Informationen durch den geistigen Kommunikator über vollständige Übernahme des Mediums an uns lebende Menschen weitergeben. Der Zustand der Trance ist gleichbedeutend mit Hypnose und kann auch spontan auftreten. Trance ist ein veränderter Bewusstseinszustand, in dem die Wahrnehmung eingeschränkt ist, sich komplett nach Innen dreht auf die eigenen Gedanken und Gefühle hin. Trance ist nicht Schlaf, ist nicht Ohnmacht und man ist nicht willenlos. Der Trancezustand ermöglicht unserem Unterbewusstsein Wünsche (Suggestionen) besser in unsere Verhaltensmuster, zu integrieren als im Wachzustand, deshalb hat der Trancezustand auch einen therapeutischen Wert bezogen auf Ängste, Traumata und Phobien [2]. Im Augenblick ist wissenschaftlich noch nicht genau geklärt, welche Bereiche in unserem Gehirn durch Trance aktiviert werden, hier wird durch Wissenschaftler noch ausgiebig geforscht. Interessant ist aber, dass Wissenschaftler eine ganz unterschiedliche Ansprechbarkeit der Trance bei Menschen festgestellt haben, so gibt es Menschen, die gar nicht auf Trance ansprechen und andere gut aber nur zu bestimmten Tageszeiten. Für das Medium ist der Trancezustand als veränderter Bewusstseinszustand ein anderer Arbeitszustand, welcher dem Medium ermöglicht genaue, zuverlässige und spezifische Informationen durch einen geistigen Kommunikator, zu erhalten.


Trancezustände:


1. leichte Trance (alpha Zustand, 7 - 14 Hz)

2. mittlere - tiefe Trance (theta Zustand, 4 - 7 Hz)

3. somnambulistische Trance (delta Zustand, unter 4 Hz)


Physikalische Medialität!


Die physikalische Medialität bezieht auf physikalische Phänomene wie Levitation das Schweben von Objekten, Materialisation, erscheinen von Stimmen und Berührungen, welche durch einen geistigen Kommunikator in Zusammenarbeit mit einem Medium erzeugt werden. Für den Besucher einer physikalischen Seance sind diese physikalischen Phänomene durch den geistigen Kommunikator direkt mit erlebbar.


Levitation:

Form der Psychokinese, schweben von Menschen und Objekten. Ein bekanntes und zur damaligen Zeit untersuchtes psychokinese Medium war Daniel Dunglas Home.


Materialisation:

Geistmaterialisationen durch Ektoplasma oder auch Teleplasma was sich während der Tieftrance aus dem Medium entwickeln sollte. Die Echtheit des Ektoplasmas ist jedoch wissenschaftlich umstritten, da hier ab dem 19. Jahrhunderts mit dem rasanten Wachstum des modernen Spiritismus leider immer mal wieder betrügerische Medien aufgedeckt wurden.


Was ist Medialität nicht!


Die Medialität bezieht sich ja auf die regelmäßige, zuverlässige Vermittlung von Informationen durch einen geistigen Kommunikator über ein empfängliches Medium. Viele Menschen machen trotzdem weltweit die Erfahrung spontaner Nachtodkontakte oder erleben sensitive Wahrnehmungen. Damit diese besser von der Medialität differenziert und eingeordnet werden können, werde ich sie hier kurz erläutern.


Spontane Nachtodkontakte (spontaneous after Death Communications)


Spontane Nachtodkontakte sind unerwartete oder ungebetene Kontakterfahrungen oder Kommunikationen mit Verstorbenen. Spontane Nachtodkontakte haben viel Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern erhalten und sind "universeller Natur", das heißt sie kommen in allen sozioökonomischen Bereichen und religiösen Gruppen vor, Arten des Todes und zu verschiedenen Zeiten nach dem Ableben eines geliebten Menschen [1]. Spontane Nachtodkontakte können in ihrer Intensität und Wirkung variieren, trotzdem sind sie nach wissenschaftlicher Untersuchung normal und häufig ein natürlicher Teil des Trauerprozesses und können sich positiv auf diesen auswirken[1].


Die Vielzahl der Erfahrungen spontaner Nachtodkontakte [1]

  • Wahrnehmung der Anwesenheit des Verstorbenen

  • visuell, olfaktorisch, taktil und akustische Phänomene

  • Gespräche

  • kraftvolle Träume

  • Kommunikation über elektrische Geräte oder das Telefon

  • symbolische Botschaften


Die sensitive Wahrnehmung


Ein sensitiver Mensch erhält regelmäßig Informationen von lebenden Menschen, lebenden Tieren, Orten und Objekten, wobei sich die Informationen auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beziehen können [1]. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass alle Medien auch über eine sensitive Wahrnehmung verfügen aber nicht alle sensitiven Menschen ein Medium sind [1]. Ein sensitiver Mensch erhält die Informationen also nicht von einem geistigen Kommunikator.


Beispiele für die sensitive Wahrnehmung

  • Psychometrie, erhalten von Informationen über Gegenstände

  • die Aura / Chakra sehen oder fühlen (Aurareading)

  • wir fühlen wer uns gleich anrufen wird

  • wir fühlen wie es unserem Gegenüber geht

  • Tierkommunikation


1. Beischel J. (2019). Spontaneous, Facilitated, Assisted, and Requested After-Death Communication Experiences and their Impact on Grief . Threshold: Journal of Interdisciplinary Consciousness Studies, 2019, Vol. 3, No. 1, pp. 1–32

2. Ahlfeldt B. und Strobl S. (2016). Hypnose lernen - Praxishandbuch: für tiefe Trance, Selbsthypnose, Blitzhypnose und die sichere Anwendung im Alltag. BoD Verlag


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